Das war deutlich: Mit 0:5 Toren verlor der SC Olympia Lorsch sein Heimspiel gegen den FSV Riedrode, den Spitzenreiter der Fußball-Kreisoberliga.

Die ersten 25 Minuten, so schilderte es Olympia-Funktionär Stephan Vogel, sei die Partie einigermaßen ausgeglichen verlaufen. Nachdem der Primus das 1:0 vorgelegt hatte (Kohl war nach einem Eckball mit dem Kopf zur Stelle), habe der FSV seine Ausnahmestellung in der Liga unter Beweis gestellt. Vogel; „Da hat man gesehen, warum der FSV ganz oben steht.“

Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeber; Alexander Malikow tankte sich auf der rechten Außenbahn durch, bediente Gernot Brunken, der mit seiner Direktabnahme aus neunMetern den Pfosten traf. „Wenn wir in Führung gehen, läuft das Spiel vielleicht anders“, sagte Vogel.

Olympia Lorsch: Wahlig – Sebastian Schuster, Neudecker, Eichhorn, Peters (75. Brunnengräber), Patel, Jochum (75. Freund), Florian Schuster (75. Alimi), Hinz, Malikow, Brunken.

FSV Riedrode: Hüther – Dexler, Kohl, Rautenberg, Schwarz (57. Rimer), Schader, Tadijan (68. Hedierich), Tunjo Bozanovic, Theodorou, von Dungen, Landwehr (72. Pollak).

Tore: 0:1 Kohl (25.), 0:2 Landwehr (32.), 0:3 Schader (36.), 0:4 Tadijan (40. Foulelfmeter), 0:5 Rimer (70.).

Schiedsrichter: Siefert (Beerfelden). – Zuschauer: 130. – Beste Spieler: keine / Kohl, Dexler, von Dungen. eh

Abwehrfehler wie bei einer Schülermannschaft ärgern Trainer Frank Richter

Frank Richter, Trainer des Fußball-Kreisoberligisten Olympia Lorsch, war nach der 0:5-Heimniederlage seines Teams gegen den FSV Riedrode vor allem erbost über die Entstehung der ersten vier Gegentore. „Wir waren eigentlich ganz gut drin im Spiel und machen dann vier individuelle Fehler, die man schon bei jeder Schülermannschaft bemängeln muss. Das hat mich ziemlich geärgert.“ Nach den vier Missgeschicken und dem daraus resultierenden 0:4-Pausenrückstand sei die Partie gegen den Primus „natürlich gelaufen“ gewesen, so Richter weiter.

FSV-Trainer Axel Vonderschmitt war ziemlich angetan vom Auftritt seiner Mannschaft in Lorsch. „Wir haben exzellenten Fußball gespielt“, fand der Übungsleiter. Auf dem schwer zu bespielbaren Rasen hätten seine Schützlinge den Konkurrenten von Anfang an unter Druck gesetzt: „Das hat unheimlich viel Kraft gekostet, aber wir haben es gegen einen stark kämpfenden Gegner durchgezogen.“

Im zweiten Abschnitt blieb Riedrode mit einem 4:0-Vorsprung im Rücken die dominierende Elf. Gestützt auf eine konzentriert zu Werke gehende Defensive, schaltete der Spitzenreiter im Spiel nach vorne einen Gang zurück, wie Olympia-Funktionär Stephan Vogel beobachtet hatte. „Riedrode hat sich nach der Pause darauf verlegt, die ganze Sache zu verwalten und hinten nichts zugelassen.“ eh

Die kompakten und spielstarken Gäste entschieden das Duell innerhalb von 15 Minuten. Nach Kohls 1:0 lief die FSV-Maschinerie auf Hochtouren. Ein unnötiger Ballverlust der Lorscher ermöglichte Landwehr das 2:0. Nur vier Minuten später zirkelte Schader einen Freistoß aus 18 Metern in die Maschen. Tadijan verwandelte einen an von Dungen verwandelten Foulelfmeter zum 4:0-Pausenstand. Den Schlusspunkt setzte Rimer mit dem 5:1. eh

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 21.10.2013